ETH Zürich am WEF 2017 in Davos: «Magic through Technology»

18.01.2017 | News

Von:  Rainer Borer

Die ETH Zürich zeigt am Weltwirtschaftsforum 2017 in einer öffentlichen Ausstellung neuste Forschungsergebnisse. Den Auftakt des ersten WEF-Auftritts der ETH machte ein Treffen mit Politik, Behörden und Wirtschaftsvertretern aus dem Kanton Graubünden.

Die ETH am WEF 2017
In einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Clublokal des HC Davos präsentiert die ETH neuste Forschungsergebnisse. (Bild: ETH Zürich / Andreas Eggenberger)

ETH-Präsident Lino Guzzella begrüsste heute Vormittag Persönlichkeiten aus dem ganzen Kanton Graubünden zu einem Frühstück der wissenschaftlichen Art. Er hob dabei die vielen Verbindungen zwischen der ETH und dem Kanton Graubünden hervor, unter anderem zahlreiche imposante Bauwerke wie die Sunnibergbrücke bei Klosters von ETH-Ingenieur Christian Menn. Angesprochen wurden auch die Forschungen auf der Alp Weissenstein, die Villa Garbald in Castasegna im Bergell oder die erst kürzlich lancierte Idee einer transalpinen Eisenbahn zwischen Scuol (CH), Mals (IT) und Landeck (A). ETH-Architekturstudent Ursin Huonder skizzierte zudem Pläne und ein Modell zur Aufwertung des Unterengadiner 300-Seelen-Dorfes Tschlin. Lino Guzzella: «Wir sind hier in Davos, unter anderem weil wir die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden ausloten und vertiefen möchten.»

ETH-Präsident Lino Guzzella und Tim Sowula von Times Higher Education (THE)

Internationaler Austausch

Die ETH-Delegation nutzt das Weltwirtschaftsforum 2017 auch, um sich mit der internationalen WEF-Teilnehmerschar auszutauschen. Auf dem Programm stehen mehrere Treffen mit Repräsentanten verschiedener Spitzenuniversitäten, internationaler Vereinigungen und Industrievertretern.

Die ETH lädt zudem ausgewählte Persönlichkeiten im Clublokal des HC Davos, dem Time-Out, zu zwei Abendempfängen ein. Diese sind der Robotik und Spieltechnologie sowie dem neuen Forschungsbereich Medientechnologie gewidmet, den die ETH gemeinsam mit den Schweizer Medienhäusern Tamedia, Ringier, NZZ und der SRG aufbauen wird.

Neuste Spieltechnologien

Neben den offiziellen ETH-Auftritten in den geschlossenen Veranstaltungen und Workshops des WEF zeigt die Zürcher Hochschule in einer öffentlichen Ausstellung im Time-Out während zweier Tage neuste Forschungsergebnisse aus den Bereichen Spielentwicklung und Robotik. ETH-Präsident Guzzella betonte den öffentlichen Charakter des ETH-Auftritts am WEF in Davos: «Wir möchten die Bevölkerung einladen, unsere Ausstellung zu besichtigen und freuen uns auf interessante Begegnungen und angeregte Gespräche in Davos.»

Die heute und morgen von 10 bis 18 Uhr gratis zugängliche Ausstellung steht unter dem Titel «Magic through Technology». Forschende der ETH Zürich führen die Besucherinnen und Besucher unter anderem in die Welt neuartiger digitaler Spiele ein. Zum Beispiel ein digitales Wettrennen, in dem die Kontrolle der eigenen Hirnströme über Sieg oder Niederlage entscheidet. Das Spiel hatte seine erfolgreiche «Wettkampfpremiere» im letzten Oktober am Cybathlon, dem von der ETH Zürich ausgerichteten Wettkampf für Menschen mit Behinderung, die durch technische Hilfsmittel unterstützt werden.

Das digitale Malbuch von ETH-Professor Bob Sumner erlaubt es, über ein Tablet eigene Zeichnungen zu dreidimensionalem digitalem Leben zu erwecken. Zu sehen ist auch ein magischer Würfel namens «Cubli», der auf einer Ecke balanciert, in die Höhe springt oder sich kontrolliert fallen lässt.

Robotik und Kulinarik

In Aktion in der ETH-Ausstellung sind auch verschiedene neuartige Roboter der ETH Zürich. Den Ruf der ETH Zürich als «Silicon Valley der Robotik» stärkt zum Beispiel ein Roboter, der sich in einer grossen Menschenmenge autonom bewegt und menschliche Bewegungsmuster antizipiert.

Wissenschaft und Kulinarik kombiniert das Tastelab, das ebenfalls heute und morgen in einem Zelt vor dem Time-Out seine Hightech-Kochtöpfe im Einsatz hat. Die ETH-Physikerin Susanne Tobler und ihre Kollegen wenden die neusten Erkenntnisse und Methoden der Wissenschaft auf die Zubereitung ihrer Speisen an und schaffen so ein Erlebnis für die Sinne.

 

Bilder: ETH Zürich / Andreas Eggenberger

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