Pilotprojekt Aufteilung Basisprüfung

Main content

Ab Herbstsemester 2016 legen Bachelorstudierende in vier Departementen (D-INFK, D-ITET, D-MATH, D-PHYS) die Basisprüfung in zwei vordefinierten unabhängigen Blöcken ab. Studierende können bereits nach dem ersten Semester den ersten Prüfungsblock ablegen. Sie können den ersten Block allerdings auch erst nach dem zweiten Semester prüfen lassen und ihn dann gemeinsam mit dem zweiten Block ablegen. Der zweite Block könnte aber auch erst nach dem dritten Semester in Angriff genommen werden.

Der Vorteil eines früh abgeprüften ersten Prüfungsblocks liegt in einer frühen Rückmeldung zum Lernverhalten und zur Eignung fürs Fach. Ausserdem kann die Stoffmenge des ersten Studienjahres in zwei Etappen bewältigt werden, was die Prüfungsvorbereitung erleichtern könnte.

Zusatzinformation

Die Möglichkeit, die Basisprüfung in zwei Blöcken abzulegen wird versuchsweise für vier Jahre eingeführt. Die an diesem Pilotversuch beteiligten Departemente haben ihre Bachelor-Studienreglemente entsprechend angepasst (Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnologie, Mathematik, Physik und Rechnergestützte Wissenschaften). Studierende finden darin nähere Angaben zum neuen Prüfungsmodus. Auskünfte erteilen auch Ansprechpersonen in den jeweiligen Departementen und die Studienberatung der ETH Zürich. Für Studierende, die vor dem HS 2016 ihr Studium an der ETH begonnen haben, gelten die alten Studienreglemente.

Evaluation des Pilotprojekts

Die ETH Zürich hat das Ziel, mit der Aufteilung der Basisprüfung die Qualität der Studienbedingungen im ersten Studienjahr zu erhöhen. Es ist daher wichtig, die Effekte abzuschätzen, die die Einführung der Möglichkeit einer Aufteilung der Basisprüfung in zwei Blöcke hat. Das LET führt eine entsprechende Evaluation im Auftrag der Rektorin unter Einbezug der Pilotdepartemente, der akademischen Dienste (AkD), der Prüfungsplanstelle, der Stelle für Chancengleichheit (equal) und der studentischen Dienste (StS) durch. Im Rahmen der Evaluation wird einerseits beobachtet, wie die Studierenden die Aufteilung der Basisprüfung genau umsetzen, welches ihre Beweggründe dabei sind und welche Wirkungen die Aufteilung der Prüfung in zwei Blöcke auf das Lernverhalten, Stressempfinden und auch die Prüfungsergebnisse hat.

EQUATES – "equal talent, equal success"

Neben der Untersuchung der unmittelbaren Auswirkungen der Aufteilung der Basisprüfung in zwei Blöcke wird dieses Pilotprojekt durch eine weitere Studie begleitet. Diese Studie, mit dem Titel EQUATES (für „equal talent, equal success“), hat das Ziel, durch die Befragung der Studierenden sowie die Erfassung von Leistungsdaten organisatorische, soziale und psychologische Ressourcen und Hindernisse in der Studieneingangsphase (Basisjahr) zu identifizieren. Dazu gehören u.a. die Studienmotivation, das mathematisch-naturwissenschaftliche Vorwissen, verfügbare Lernstrategien, sowie studiumsbezogene und prüfungsbezogene Einstellungen und Überzeugungen.

Die ETH Zürich erhofft sich von den Ergebnissen dieser Studie weitere Anhaltspunkte dafür, wie für unterschiedliche Gruppen von Studierenden die Studienbedingungen so gestaltet werden können, dass ein nachhaltiger Studienerfolg sichergestellt werden kann.

Nächste Schritte

Seit Beginn des Herbstsemesters 2016 werden in fünf Departementen der ETH (D-INFK, D-ITET, D-MATH, D-MAVT, D-PHYS) alle Studienanfänger und Studienanfängerinnen an drei verschiedenen Zeitpunkten während des Basisjahrs auf freiwilliger Basis befragt. In der ersten Semesterwoche wurden im Rahmen der ersten Erhebung die studienrelevanten Vorkenntnisse erfasst.

Hinweise zur Teilnahme und zum Datenschutz

Die Teilnahme an allen Befragungen ist freiwillig. Teilnehmende Studierende können zudem entscheiden, ob ihre Daten nur für Zwecke der Lehrentwicklung (Pilotprojekt Aufteilung Basisprüfung) eingesetzt werden dürfen, oder zusätzlich auch für Forschungszwecke (Projekt EQUATES) verwendet werden dürfen. In beiden Fällen ist die Vertraulichkeit aller Daten gewährleistet. In keinem Fall werden wir Daten, welche Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen, an Dritte weitergeben, auch nicht innerhalb der ETH Zürich. Nur die Untersuchenden und/oder Mitglieder der Ethikkommission der ETH Zürich dürfen zu Prüf- und Kontrollzwecken die Originaldaten einsehen, jedoch unter strikter Einhaltung der Vertraulichkeit. Veröffentlicht werden nur Ergebnisse, welche keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen. Bei Fragen zur Verwendung Ihrer Daten können Sie sich an Frau Dr. Anne Deiglmayr () oder Frau Dr. Nora Dittmann Domenichini () wenden.

 

Hinweis für alle teilnehmenden Studierenden: Falls Sie an der Erhebung der Vorkenntnisse in der ersten Semesterwoche teilgenommen haben und Ihre persönlichen Ergebnisse erfahren möchten, so können Sie diese unter der folgenden Email-Adresse erfragen: . Eine Mitarbeiterin des Forschungsteams wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen nur über Ihr eigenes Ergebnis Auskunft erteilen dürfen (keine Anfragen für Dritte). Bitte verwenden Sie daher Ihre persönliche ETH-Mailadresse als Absender und geben Sie Ihre Immatrikulationsnummer an.

Das Departement D-MAVT ist in der EQUATES-Befragung das einzige Departement, welches nicht am Pilotprojekt «Aufteilung Basisprüfung» teilnimmt.

Zusätzlich zu dieser Haupterhebung ist eine Befragung derjenigen Studierenden in den fünf Departementen geplant, welche im August 2016 (Kohorte vom Herbst 2015) ihre Basisprüfung nach den alten «Spielregeln», d.h. in einem einzigen Prüfungsblock ablegen. Diese Befragung dient als Referenzpunkt für die entsprechende Befragung der Kohorten 2016-2019.

Akkordeon. Mit Tab zu Einträgen navigieren, dann Inhalt mit Enter auf und zuklappen.

 

Fragestellung der Evaluation

  1. Veränderung Anzahl Studienabbrüche ohne Prüfungsversuch: Verändert sich in den Studiengängen die Anzahl Studierender, die nie eine Basisprüfung (BP) ablegen?
  2. Veränderung Erfolgsquoten BP: Wird durch die Aufteilung der BP eine Veränderung in den Erfolgsquoten beobachtet?
  3. Zeitliche Freiheitsgrade: Wie verhalten sich die Studierenden im Pilot, der ihnen mehr zeitliche Freiheitsgrade für das Ablegen der BP bietet? Zögern die Studierenden die BP eher hinaus? Gibt es Unterschiede in den Noten je nach BP-Variante? Wie verhalten sich die Studierenden, welche den ersten BP-Block nicht bestanden haben?
  4. Entscheidungsgründe: Wie sehen die Entscheidungsgründe für die unterschiedlichen BP-Varianten aus? Wie beurteilen die Studierenden ihre Entscheidung nach der Prüfung? 
  5. Stressempfinden: Verändert sich durch die frühe BP im Winter die wahrgenommene Belastung bei den Studierenden? Haben sie genug Zeit für die Vorbereitung auf die BP im Winter?
  6. Lernen der Studierenden: Beurteilen die Studierenden die Aufteilung der BP als hilfreich für ihr Lernverhalten, da sie z. Bsp. an bekanntes Lernverhalten aus dem Gymnasium anknüpfen? Hat die frühe BP im Winter Auswirkungen auf den Lernstand im FS (nachhaltigeres Lernen) und einer höheren Erfolgsquote/besseren Noten in der 2. BP als im bisherigen System unter Berücksichtigung möglicher Selektionseffekte?
  7. Information Aufteilung BP: Erhalten die Studierenden genügend Informationen, sowohl formal über die Aufteilung der BP, wie auch inhaltlich zu den Prüfungen?
  8. Fächeraufteilung HS / FS: Wurde die Aufteilung der Fächer auf HS und FS aus Sicht der Departemente/Dozierenden sinnvoll / gut gewählt?
  9. Homogene Gruppen: Lassen sich aufgrund bestimmter Faktoren (z.B. Lernmotivation, Lerngewohnheiten, Vorwissen, etc.) Gruppen bilden, Bedürfnisse ableiten und Empfehlungen für Departemente, Dozierende und Studierende erarbeiten?
  10. Unterschiede zwischen Gendergruppen: Die Untersuchung der Genderaspekte im Basisjahr werden in enger Zusammenarbeit mit der Genderforschungsgruppe von Prof. Elsbeth Stern und Prof. Renate Schubert durchgeführt. In allen obigen Fragestellungen wird Gender als abhängige Variable mit ausgewertet.
 
 
URL der Seite: https://www.ethz.ch/studierende/de/studium/split-basispruefung.html
20.01.2017
© 2017 Eidgenössische Technische Hochschule Zürich