Empfehlungen von Swissuni

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Swissuni, der Verband der Weiterbildungsstellen aller Schweizer Universitäten und Eidgenössischen Technischen Hochschulen, beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit Qualitätsfragen im Weiterbildungsbereich. Bereits 1996 erschienen die ersten gemeinsamen Qualitätsgrundsätze. In Zusammenarbeit mit dem OAQ wurden diese Grundsätze 2009 vollständig überarbeitet. Die Empfehlungen für die Qualitätsentwicklung in der universitären Weiterbildung orientieren sich an den Prinzipien Wirkungsorientierung, Multidimensionalität, Flexibilität, Stakeholderbeteiligung, Qualitätskultur und Qualitätsentwicklung.

Das Qualitätsmodell

Das Qualitätsmodell von Swissuni besteht aus sieben Qualitätsdimensionen, die parallel zum Lebenszyklus eines Weiterbildungsprogramms angeordnet sind. Das Diagramm zeigt die Dimensionen und ihre Beziehungen. Jede Dimension besteht aus einem Qualitätsziel und mehreren Qualitätskriterien.

Die ovalen Pfeile symbolisieren die Systemgrenzen. Die Programmleitungen können die Konzepte, Ressourcen, Prozesse und Lernergebnisse direkt beeinflussen, die Wirkungen sind aber kontextabhängig und manifestieren sich erst ausserhalb ihres Einflussbereichs, nämlich am Arbeitsplatz oder in der Karriereentwicklung früherer Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Umso wichtiger ist die Analyse des Kontexts, insbesondere der Anspruchsgruppen, der potenziellen Konkurrenten und Kooperationspartner sowie der Kernkompetenzen und Reputationsbedürfnisse der Trägerhochschulen. Sie sind im Diagramm links und rechts als Blockpfeile dargestellt.

In der Praxis lohnt es sich, Programmplanung und Evaluation von Beginn an eng zu verzahnen. Die Planung erfolgt im Gegenuhrzeigersinn von der Kontextanalyse über die Zielformulierung, die Bereitstellung von Ressourcen und die Definition der Prozesse bis zur Formulierung der erwarteten Lernergebnisse und Wirkungen. Die Qualitätsbeurteilung beginnt bei den Wirkungen und verläuft in umgekehrter Richtung.

Die Qualitätskriterien

Das Qualitätsmodell von Swissuni berücksichtigt sieben Qualitätsdimensionen mit insgesamt 31 Qualitätskriterien. Sieben Kriterien gelten als besonders weiterbildungsspezifisch und wurden von der Schweizerischen Universitätskonferenz SUK in die Akkreditierungsrichtlinien für universitäre Weiterbildungsprogramme aufgenommen.

 
 
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Wed Jun 28 10:44:01 CEST 2017
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