Fokus-Projekte 2017

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Im Rahmen der sogenannten Fokus-Projekte wenden die Bachelorstudierenden des Departements Maschinenbau und Verfahrenstechnik der ETH Zürich ihr theoretisches Wissen in der Praxis an. Ausgehend von einer zündenden Idee entwickeln sie in selbst zusammengestellten Gruppen im Verlaufe eines Jahres ein innovatives Produkt. Über den Entwurf, das Design, die Produktion bis hin zum Marketing durchlaufen sie dabei selbständig sämtliche Schritte der Produktentwicklung.

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Alle Bilder dürfen für nicht-kommerzielle Zwecke frei verwendet werden unter Angabe der Quelle: ETH Zürich.

ARC

Das Projekt ARC (Autonomous Racing Car) hat sich zum Ziel gesetzt, ein Fahrzeug autonom den Weg über den Klausenpass finden zu lassen. Damit möchte es zeigen, dass autonome Mobilität die Effizienz und zugleich die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöht. Beim Projekt stehen dabei neben der Umrüstung eines «normalen» elektrischen Fahrzeuges die Entwicklung einer kamerabasierten Lokalisierung und die Implementierung eines mehrstufigen Sicherheitskonzeptes im Fokus. Mit dem Projekt will das Team eine solide Plattform für autonomes Fahren entwickeln und die autonome Mobilität weiter voranbringen.

Weitere Informationen: www.project-arc.ch

ATHLAS

Eine Person hat sich im Gebirge verletzt und ist dringend auf medizinische Hilfe angewiesen. Doch der Rettungshelikopter kann mit seinen Kufen oder Rädern am Hang nicht landen. Künftig soll das nicht mehr passieren. Das Projekt ATHLAS entwickelt ein Gestell, das Landungen in praktisch jedem Gelände ermöglichen soll: Der Prototyp besteht aus vier einzeln ansteuerbaren Beinen, die sich dem Untergrund anpassen und so einen sicheren Stand gewährleisten. Die Beine werden dabei nicht vom Piloten gesteuert, sondern passen sich autonom dem Untergrund an. Durch die neue Technologie soll der Anwendungsbereich von Helikoptern in der Bergrettung bedeutend erweitert werden.

Weitere Informationen: www.athlas.ethz.ch

Formula Student Electric

Mit «pilatus» hat die Fokus-Projekt Gruppe des Akademischen Motorsportvereins Zürich (AMZ) erneut einen elektrisch angetriebenen Rennwagen entwickelt und gebaut. Vier Radnabenmotoren mit einer Gesamtleistung von 156 kW und ein Fahrzeuggewicht von nur 165 kg sorgen für eine atemberaubende Beschleunigung. Zudem ermöglicht das modus-entkoppelte Fahrwerk in Kombination mit einem weiterentwickelten Aerodynamik-Paket und einer fortschrittlichen Fahrdynamik-Regelung für rasante Kurvengeschwindigkeiten.

Weitere Informationen: http://www.amzracing.ch/

ftero

Die Fokus-Projekt Gruppe ftero entwickelt ein Airborne Wind Energy System. Solche Systeme nutzen die Windenergie auf unkonventionelle Weise, um Strom zu erzeugen. Das Konzept besteht aus einem Auftrieb generierenden Flugsystem, das über ein Seil einen Generator am Boden antreibt. Aufgrund der flexibel einstellbaren Seillänge kann das Flugzeug grosse Höhen erreichen, in denen der Wind im Allgemeinen stärker und beständiger weht. Airborne Wind Energy Systeme können so eine sehr hohe Effizienz erreichen. Des Weiteren lassen sich bei der Wahl eines starren Karbonflügels deutlich höhere Kräfte generieren, die beispielsweise von flexiblen Lenkschirmen nicht getragen werden können.

Weitere Informationen: ftero.ch

SeatCase

Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der jeder Passagier mit seinem Handgepäck auch seinen eigenen Sitz ins Flugzeug mitbringt! Nicht nur wird die Kombination von Koffer und Sitz unnötiges Gewicht im Flugzeug sparen und die Boardingzeit verkürzen. Durch das moderne und ergonomische Design, die Leichtbauweise und das Potenzial, den SeatCase auch in anderen Verkehrsmitteln (Zügen, etc.), sowie als normalen Koffer einzusetzen, profitiert der Konsument auch im Alltag von diesem Produkt.

Weitere Informationen: seatcase.ethz.ch

SkinReactor

Verbrennung sind die vierthäufigste Unfallursache; weltweit erleiden jährlich 11 Millionen Menschen schwere Verbrennungen. Behandelt werden die Verbrennungen heutzutage mittels Eigenhauttransplantationen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die entnommene Haut nicht mehr wächst. Dies bedeutet vor allem bei Kindern, dass sie oft alle zwei bis drei Jahre erneut operiert werden müssen. Gelöst werden kann dieses Problem durch biologisch im Labor hergestellte Haut. Hierbei wird aus eigenen Hautzellen ein Hauttransplantat hergestellt, das mitwächst. Unser Projekt hat das Ziel, diese biologischen Prozesse zu automatisieren, um diese Behandlungsmethode in jedem Spital zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen: www.skinreactor.com

SUNCAR iRoadster

Die Studierenden der ETH Zürich haben mit dem iRoadster-Fahrzeug in einem IWF-Fokusprojekt eine neuartige Forschungsplattform entwickelt und gebaut. Einerseits ermöglicht die modulare Bauweise des iRoadsters das Fahrverhalten von verschiedenen Fahrzeugtypen einfach und schnell nachzubilden, andererseits lassen sich die Vorzüge der Elektromobilität und die verschiedenen neuen Antriebsmöglichkeiten eindrücklich unter realen Bedingungen demonstrieren. Die Erprobung und Validierung neuer Fahrzeugkomponenten sowie ganz unterschiedlicher Fahrassistenzsysteme für automatisches Fahren kann auf diese Weise schnell, effizient und günstig erfolgen.

Weitere Informationen: www.sun-car.ch

Voliro

Herkömmliche Multicopter können sich nur in horizontaler Lage in der Luft halten. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit der Drohne eingeschränkt und potenzielle Anwendungsmöglichkeiten gehen verloren. Das Ziel des Projekts Voliro ist es, einen Multicopter zu entwickeln, der diese Einschränkung überwindet. Durch sechs voneinander unabhängig kippbare Rotoren kann sich die Drohne frei in der Luft halten, drehen und bewegen. Das Potenzial der neu gewonnenen Bewegungsfreiheit wird demonstriert durch verschiedene modulare Aufsätze. So kann sich die Drohne zum Beispiel mit einem Fahrmodul parallel zur Wand ausrichten und darauf fahren.

Weitere Informationen: www.voliro.ethz.ch

3DCarb

Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) findet in der Automobil-, Energie- sowie der Luft- und Raumfahrbranche immer mehr Verwendung, da sich extrem leichte und gleichzeitig stabile Strukturen realisieren lassen. Jedoch ist die Verarbeitung aufwendig und somit teuer. Auch ist die Realisierung von komplexen Strukturen in vielen Fällen fertigungstechnisch nicht möglich. 3DCarb revolutioniert die Verarbeitung von faserverstärktem Kunststoff durch ein additives Herstellungsverfahren (3D-Druck), welches die kostengünstige Produktion von komplexen und bisher nicht realisierbaren Strukturen aus faserverstärktem Kunststoff ermöglichen wird.

Weitere Informationen: www.3dcarb.ethz.ch

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Alle Bilder dürfen für nicht-kommerzielle Zwecke frei verwendet werden unter Angabe der Quelle: ETH Zürich.

 
 
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23.05.2017
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