Medizin

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Höhere Lebenserwartung und Lebensqualität bis ins hohe Alter, wachsende Ansprüche an das Gesundheitswesen, immer wirksamere Prävention und Heilungsverfahren: Der Medizin gilt ein Hauptinteresse unserer Gesellschaft. Die ETH Zürich nutzt ihre breit gefächerten Kompetenzen, um entscheidend zur Weiterentwicklung der medizinischen Forschung und Ausbildung beizutragen und den Transfer neuer Erkenntnis in die medizinische Praxis zu fördern.

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Das Projekt liver4life soll ermöglichen, gesundes Lebergewebe eines Patienten ausserhalb seines Körpers wachsen zu lassen bis es genügend gross ist, um den erkrankten Teil seiner Leber zu ersetzen. (Bild: ETH Zürich / Alessandro Della Bella)

Rund ein Drittel der Professorinnen und Professoren an der ETH Zürich in neuen verschiedenen Departementen ist direkt oder indirekt in der medizinischen Forschung tätig, Ingenieure ebenso wie Naturwissenschaftlerinnen. Die Hauptaktivitäten liegen in der Medizin-relevanten Grundlagenforschung, Diagnostik, Medizintechnologien und der Entwicklung von bioaktiven Substanzen. Zunehmend Bedeutung erhalten Informatikerinnen, die mit Datenanalysen und Machine Learning den Bereich personalisierte Medizin vorwärts treiben.

Dabei arbeiten die ETH-Forschenden eng mit den medizinischen Fakultäten der Universitäten und den universitären Spitälern und weiteren Kliniken zusammen. So hat die ETH gemeinsam mit den Universitätsspitälern und Universitäten Zürich und Basel die Personalized Health Alliance gebildet, mit dem Ziel, in der «Swiss Personalized Health Network»-Initiative des SBFI sowie in der ETH-Rats-Initiative «Personalized Health and Related Technologies» PHRT eine führende Rolle zu übernehmen. Ziel der Initiative ist es, durch individuell zugeschnittene medizinische Interventionen die Prävention und Behandlung und damit die Qualität und Effizienz in der Medizin zu verbessern. Unter dem Dach «Hochschulmedizin Zürich» arbeiten Forschende der ETH Zürich in verschiedenen Projekten eng mit Forschenden und Klinikern dieser beiden Institutionen zusammen.

Dank einer Schenkung konnte die ETH Zürich gemeinsam mit der Universität Zürich das «Wyss Translation Center» gründen, bei dem die Translation von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in Anwendungen für den Gesundheitsbereich im Zentrum seteht. Die ETH koordiniert zudem den thematischen Schwerpunkt «Medizin und Medizintechnologien» des ETH-Bereichs. Im Bereich der Ausbildung bietet die ETH Zürich mehrere  Studiengänge an der Grenze zwischen Medizin und technischen Wissenschaften an, so etwa den Master in Gesundheitswissenschaften und Technologie mit der Vertiefungsrichtung in Medizintechnik.

Um den rasanten Entwicklungen in der Medizin gerecht zu werden, startet an der ETH im Herbst 2017 ein neuartiger Bachelorstudiengang in Medizin. Er ist Teil einer gemeinsamen Ausbildung mit den Universitäten Basel und Zürich sowie der Università della Svizzera Italiana (USI). Die Studieninhalte gemäss Schweizer Lernzielkatalog der Humanmedizin werden ergänzt durch eine ETH-spezifische Vertiefung in naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen und Forschung. Die Partneruniversitäten nehmen die Bachelorabsolventinnen und -absolventen in ihre Masterstudiengänge auf.

News aus der Medizin

13.07.2017

Weiches Kunstherz auf dem Prüfstand

ETH-Forschende aus der Gruppe für Funktionelles Material-Engineering haben ein Silikonherz entwickelt, das sehr ähnlich pumpt wie ein menschliches Herz. Gemeinsam mit Kollegen von der Professur für Produktentwicklung und Konstruktion haben sie geprüft, wie gut es funktioniert. Weiterlesen 

05.07.2017

Erfolgsfaktor Natürlichkeit

«Natürlichkeit» ist ein Konstrukt. Trotzdem hängt im Lebensmittelmarkt der Erfolg massgeblich davon ab, ob die Konsumenten die Produkte als natürlich wahrnehmen. Das zeigt eine neue Studie der ETH-Professur für Consumer Behavior. Weiterlesen 

15.06.2017

Medizin im Datenrausch

Genomik, digitalisierte Patientendossiers und Echtzeit-Gesundheitsüberwachung – noch nie waren so viele Gesundheitsdaten verfügbar. Drei ETH-Forscher erzählen, wie sie aus der Datenflut relevante Informationen gewinnen und welche Chancen dies für die personalisierte Medizin birgt. Weiterlesen 

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22.07.2017
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