Jahresbericht 2016

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Lehrentwicklung und -technologie

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Abteilung Lehrentwicklung und -technologie im Bereich der Rektorin hat auch im Jahr 2016 durch vielfältige Arbeiten zur Weiterentwicklung der Lehre an der ETH beigetragen.

Gerne lade ich Sie ein, im Folgenden einen Überblick über ausgewählte Aktivitäten zu gewinnen.

Ich wünsche Ihnen interessante Einblicke bei der Lektüre und freue mich auf Anregungen für künftige gemeinsame Projekte.

Beste Grüsse

Daniel Halter, Leiter LET

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LET allgemein

Berufsausbildung für angehende Kaufleute

Die Abteilung LET ist seit August 2016 am Ausbildungsprogramm der ETH Zürich für angehende Kaufleute beteiligt. Frau Daniela Ewason und Frau Anja Klingenböck haben sich zu Berufsbildnerinnen weitergebildet, so dass Frau Jillian Staehli als erste Auszubildende am LET einen sechsmonatigen Ausbildungsblock in unserer Abteilung absolvieren konnte. Aufgrund der äusserst positiven Erfahrung werden auch im Jahr 2017 wieder Auszubildende einen Teil ihrer Berufsbildung am LET durchführen können.

Gründung SEB Konsortium

Die ETH Zürich und die Stiftung SWITCH haben im Juli gemeinsam das SEB-Konsortium gegründet mit dem Ziel, die Pflege und funktionale Weiterentwicklung des SEB-Browsers nachhaltig zu finanzieren. Der safe exam browser (SEB) erlaubt das abgesicherte Durchführen von elektronischen Prüfungen. Das SEB-Konsortium steht weiteren Mitgliedern aus dem Bereich der Bildungsinstitutionen, Unternehmen, Behörden sowie Stiftungen offen. Mit der Beteiligung weiterer Konsortiumsmitglieder und der SEB Open Source Community wird die weitere Zukunft dieser Open-Source Software sichergestellt.

Publikationen

  • Volk, B. & Halter, D. (2016). ETH Zurich – An institution of learning The role of the «third space» in developing an organisational culture of teaching. In: Combined Conference «Ethics, Care and Quality in Educational Development» ICED & HELTASA 2016, Proceedings pp. 253-264.
  • Brown, K. & Volk, B. (2016). E-Portfolio plus SOLO In: didaktiv. Schriftenreihe der Fachstelle Hochschuldidaktik & E-Learning, Ausgabe Oktober 2016, S. 33-36. Online: https://www.bfh.ch/fileadmin/user_upload/didaktiv_14_2016_E-Portfolios_in_der_Praxis.pdf

Innovationsförderung

Refresh Teaching

Das Refresh Teaching Jahresprogramm konnte 2016 mit 9 Veranstaltungen zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt werden. Die praxisorientierte, einstündige Veranstaltung über Mittag ermöglichte den Dozierenden der ETH auch in diesem Jahr den Austausch und die Diskussion untereinander über relevante Lehrthemen. Die steigende Besucherzahl mit insgesamt 313, und somit pro Veranstaltung durchschnittlich 25 Besuchern, lassen auf die zunehmende Bekanntheit und Beliebtheit des Programms schliessen. Besonders die Veranstaltungen «Implementing Flipped Classroom», «Lecturing more effectively» und «Competence-based examination» stiessen auf grossen Anklang bei den Dozierenden.

Refresh Teaching events

Innovedum - Advancing Education at ETH

Auch dieses Jahr hat das LET den jährlichen Innovedumanlass am 6. Dezember organisiert und moderiert. Der Anlass ermöglicht einen ungezwungenen Austausch unter den Innovedum-Projektleitenden, Lehrspezialisten der Departemente und Studierenden. Am Anlass waren rund 55 Teilnehmende anwesend, darunter 15 Studierende. Dieses Jahr wurde der Anlass speziell zusammen mit den Studierenden aus der Initiative Student Innovedum gestaltet, die ihre Projektideen vorstellten. Nach der Begrüssungsrede der Rektorin sprach Prof. Gisbert Schneider als Repräsentant eines Innovedumprojektes zum Publikum. Anschliessend präsentierten die Studierenden ihre Projektideen und die Rektorin vergab ein Zertifikat an die Studierenden für ihr Engagement bei Student Innovedum.

Student Innovedum

Student Innovedum wurde im 2016 erstmals durchgeführt. Die Initiative bietet Studierenden der ETH Zürich die Möglichkeit, innovative Ideen für das Lernen und Lehren an der ETH Zürich zu entwickeln, auszuarbeiten und zu testen. Das Ziel von Student Innovedum ist, den Ideenreichtum der Studierenden zur Verbesserung der Lehre zu nutzen und die Studierenden zu befähigen, Verantwortung für die Gestaltung ihrer Lernprozesse zu übernehmen. Mit Hilfe der «Design Thinking»-Methode entwickelten 12 Studierende fünf Prototypen aus ihren Ideen.

Die Themen waren:

  • Improved access to collaborative learning spaces, improving Moodle through user feedback
  • virtual and interactive representations of the curriculum
  • enhancing teaching through joint student/lecturer teaching projects
  • providing immersive practical experiences to increase student’s understanding of the real-world application of their chosen field of study.

Innovedum Bericht

In einem Bericht an die ETH Schulleitung wurde die Nachhaltigkeit des Fonds Innovedum bzw. der darin geförderten Projekte im Zeitraum 2004-2015 untersucht. Es hat sich gezeigt, dass die geförderten Projekte die Lehre an der ETH stark beeinflusst haben. Ein Grossteil von ihnen ist auch heute noch zumindest teilweise im Einsatz und zeichnet sich durch eine hohe Nachhaltigkeit aus. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert und erfreulich, weil Nachhaltigkeit kein zentrales Element des bisherigen Auswahlverfahrens ist. Eine detailliertere Analyse zeigt, dass der Fonds Innovedum für die Rektorin ein geeignetes Format ist, um in der Lehre Schwerpunkte zu setzen und Reformen ganzer Studiengänge anzuregen. Zudem bestätigten viele Projektleitende, dass ihr Projekt ohne diesen Fonds nicht möglich gewesen wäre. Die Lehre hätte sich nicht oder zumindest anders weiterentwickeln können bzw. müssen.

In der Berichtsperiode wurden 27 Innovedum-Projektanträge in enger Zusammenarbeit mit der Lehrkommission bearbeitet. Darunter waren 9 Fokusprojekte, 13 Lehrprojekte und 5 MOOCs. Davon wurden 17 Anträge bewilligt (7 Fokusprojekte, 5 Lehrprojekte und 5 MOOCs), die in der Innovedum-Projektdatenbank einsehbar sind.

MOOCs und TORQUEs

Im 2016 gingen zwei neue MOOCs und ein neuer TORQUE online:

  • D-ARCH: Smart Cities, Prof. Gerhardt Schmitt hat mit 10‘063 Teilnehmenden und 215 Verified Certificates abgeschlossen. Der Kurs wird auch 2017 nochmals angeboten (Start Februar 2017).
  • D-INFK: Agile Software Development, Prof. Bertrand Meyer hat mit 9'616 Teilnehmenden und 332 Verified Certificates abgeschlossen.
  • D-USYS: TORQUE Landscape Ecology (Prof. Felix Kienast) zum Kurs 701-0553-00L Landschaftsökologie wurde im HS2016 erstmals angeboten im Bachelor Umweltnaturwissenschaften.

Ausserdem wurden fünf neue MOOCs bewilligt und zwei weitere TORQUE-Projekte durch den Emil Halter Fonds finanziert:

  • D-ARCH: MOOC Smart Cities, Prof. Gerhardt Schmitt wurde bewilligt und durchgeführt.
  • D-INFK: Agile Software Development, Prof. Bertrand Meyer wurde bewilligt und durchgeführt.
  • D-ARCH: MOOC Responsive Cities, Prof. Gerhardt Schmitt wurde bewilligt. Geplanter Start: September 2017.
  • D-USYS: MOOC Landscape Ecology, Prof. Felix Kienast wurde bewilligt. Geplanter Start: September 2018.
  • D-USYS: MOOC Web Cartography, Prof. Lorenz Hurni wurde bewilligt.  Geplanter Start: Februar 2018.
  • D-MTEC: TORQUE Corporate Sustainability, Prof. Volker Hoffmann zum Kurs 363-0387-00L Corporate Sustainability.
  • D-HEST: TORQUE Laboratory on Food Chemistry, Prof. Laura Nyström zum Kurs 752-1000-AAL Food Chemistry I.

Video in der Lehre

Auf der ETH Webseite unter dem Thema Lehre wurde ein neuer Bereich Video in der Lehre aufgeschaltet, welcher die Möglichkeiten aufzeigt, wie Videos für eine wirkungsvolle Lehre eingesetzt werden können. Neben grundsätzlichen Empfehlungen sind auch alle Produktions- und Publikations-Optionen aufgeführt.

Beratungen und Begleitungen im Kontext von Lehrvideos fanden u.a. für folgende Departemente und Projekte statt: Landscape Ecology (D-USYS, Prof. F. Kienast), D-CHAB (Prof. R. Schibli, Video allgemein als Lernmedium, Sicherheitsschulungen). Zudem wurde eine spezialisierte Software identifiziert, um künftig Videos mit interaktiven, lernwirksamen Zusatzelementen zu versehen (z.B. mit eingebauten Verständnisfragen oder Reflexions-Punkten).

Moodle

Moodle-SIG E-Assessment: Gründung und erstes Treffen

Im Rahmen der MoodleDACH-Konferenz im Mai 2016 wurde die Moodle-SIG E-Assessment gegründet. Ziel dieser SIG ist es, aktuelle Bedürfnisse zu summativen Online-Prüfungen mit Moodle zu bündeln, diesen in der Moodle-Community mehr Gewicht zu verleihen und deren (Weiter-)Entwicklung voranzutreiben. Ausserdem bietet sie eine Plattform für den Austausch über Prozesse, Good Practice und didaktische Szenarien rund um E-Assessment mit Moodle im Rahmen einer lebendigen Community of Practice. Am 27. & 28.10.2016 fand dazu das 1. Moodle-SIG E-Assessment treffen an der ETH Zürich statt.

Moodle-LBA Phase 2 implementiert

Im Februar 2016 wurde - analog zur Moodle Kursplattform im Jahr zuvor - die Moodle Online-Prüfungsplattform erfolgreich mit den Lehrbetriebsapplikationen integriert.

Dadurch können Moodle-Prüfungskurse über eine Schnittstelle direkt aus der Verwaltungsplattform SEMPRO+ heraus angelegt und die Berechtigungen für die betreffenden Examinator/innen automatisch gesetzt werden.

Die Funktion unterstützt die Abteilung LET und die Lehrspezialisten der Departemente in ihrer Arbeit.

EduApp

Usability Test

Im Juni 2016 wurde die EduApp Beta erstmals mit 10 Studierenden im Rahmen eines Usability-Tests getestet. Im HS2016 wurde diese Version allen Studierenden zu Verfügung gestellt, parallel zur aktuellen EduApp-Version 2.5. Die EduApp Beta bietet eine komplett überarbeitete, moderne Benutzeroberfläche. Die EduApp wurde im Frühlingssemester in 16 Departementen von 81 Dozierenden in 120 Kursen mit 5‘920 Teilnehmenden eingesetzt. Im Herbstsemester waren 100 Dozierende in 139 Kursen mit 10‘046 Teilnehmenden in der EduApp aktiv. Vor allem die Anzahl Kurse mit Clickerfragen hat stark zugenommen. Im ganzen Jahr wurden mehr als 182‘000 Antworten auf Clickerfragen abgegeben

Prüfen

Prüfungsraum HG G1

Erfolgreiche Durchführung von Online-Prüfungen

Im 2016 wurden in Zusammenarbeit mit den ExaminatorInnen und der ETH Informatikdienste mehr als 100 Online-Prüfungen mit rund 10‘000 Studierenden durchgeführt. Bei ca. der Hälfte dieser Online-Prüfungen handelte es sich um Prüfungen mit kompetenzorientierten Aufgaben, z.B. mit fachspezifischer Software wie Matlab oder R-Studio, welche in dieser Form auf Papier nicht möglich wären. Bei der anderen Hälfte handelte es sich um «herkömmliche» Prüfungen mit Textaufgaben, Kurzantwortfragen, Einfachwahlaufgaben, usw. Aufgrund ausgelasteter Kapazitäten (insbesondere Rauminfrastruktur) konnten weiterhin trotz grosser Nachfrage (insgesamt ca. 50 Lerneinheiten, welche ca. 80 weiteren Online-Prüfungen mit gut 8000 KandidatInnen pro Jahr entsprechen) keine zusätzlichen, neuen Online-Prüfungen unterstützt werden.

Pilotprojekt «Online-Prüfungen mit mobilen Geräten»

Um die Anzahl Prüfungen zu erhöhen und bestehende Rauminfrastruktur (Hörsäle, Seminarräume) für Online-Prüfungen erschliessen zu können, wurde im Auftrag der Rektorin das Projekt «Online Prüfungen mit mobilen Geräten» lanciert. Neben der besseren Skalierbarkeit des Service Online-Prüfen sollte das Projekt auch den künftigen Einsatz von Freihandskizzen evaluieren. Letztere wurden mittels Stifteingabe direkt auf dem Tablet-PC angefertigt und konnten somit auch für Prüfungsfragen in Moodle Verwendung finden. Für die Pilotierung wurden 32 Tablet-Computer angeschafft, die im Januar in einer Sessions- und im Mai in einer Semesterendprüfungen zum Einsatz kamen.

Die Prüfungsumgebungen mit der eigentlichen Prüfung in Moodle und dem Safe Exam Browser (SEB) zur Absicherung der Tablet-PCs sowie die begleitenden Supportprozesse funktionierten bei Testeinsätzen sowie in den Pilotprüfungen tadellos. Aufgrund der studentischen Evaluation der Prüfungsfunktionalität kann die Moodle-Prüfungsumgebung auf den Tablet-Geräten auch aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit als erfolgreich pilotiert und für einen Regeleinsatz in Prüfungen geeignet erachtet werden. Einzig der neu entwickelte Moodle-Freihandskizzenfragetyp funktionierte noch nicht zufriedenstellend und muss weiter verbessert werden. Das Projekt wurde umfassend evaluiert und wird im Jahr 2017 fortgesetzt.

Prozessunterstützung Service Online Prüfungen

2016 wurden zwei neue Werkzeuge zur Prozessunterstützung im Service Online-Prüfen in Betrieb genommen. In Zusammenarbeit zwischen LET und Informatikdiensten wurde eine Workflow-Umgebung «Online-Prüfungen» zur gemeinsamen Koordination des operativen Betriebs sowie von Update und Testing der Service-Infrastruktur spezifiziert und erfolgreich in Betrieb genommen. Die in Sharepoint realisierte Umgebung ermöglicht eine effizientere Abwicklung administrativer und technischer Prozesse im Service Online-Prüfen. Die Team-Kollaborationsplattform Confluence wird neu für die LET-interne Koordination des Servicebetriebs Online-Prüfen sowie für Service- und Softwareentwicklungsprojekte verwendet. Beide Plattformen stellen wichtige Werkzeuge zur weiteren Prozessoptimierung, -integration und -standardisierung dar, insbesondere im Hinblick auf den für die nächsten Jahre geplanten Ausbau des Service Online-Prüfen.

Weiterentwicklung Moodle Fragetypen für Prüfungen

Für Prüfungen und Quizzes in Moodle mit Multiple-Choice Aufgaben wurden die neuen Fragetypen «Single-Choice» sowie «Multiple-True-False» spezifiziert. Diese erleichtern Examinator/innen die Gestaltung von Prüfungsaufgaben gemäss gültiger Good-Practice. Die beiden Fragetypen werden voraussichtlich 2017 in den operativen Betrieb überführt. Für das Pilotprojekt «Online-Prüfungen mit mobilen Geräten» wurde der Freihandskizzen Fragetyp entwickelt und in zwei Pilotprüfungen eingesetzt. Das Feedback der Studierenden zeigte, dass der Fragetyp nicht zufriedenstellend einfach zu benutzen ist und weiter überarbeitet werden muss.

Qualitätssicherung der Lehre

Unterrichts- und Prüfungsbeurteilung FS2016 und HS2016

Die Unterrichtsbeurteilung der ETH wurde im Auftrag der Rektorin turnusgemäss weitergeführt. Der Prozess der Evaluation von Prüfungen und Lerneinheiten hat sich damit weiter etabliert und konsolidiert.

Im Frühjahrssemester 2016 hat die Abteilung LET rund 500 schriftliche Semesterend- und Sessionsprüfungen evaluiert. Im Herbstsemester 2016 waren erneut die Lerneinheiten an der Reihe. Die Dozierenden von über 1'100 Lerneinheiten erhielten eine Rückmeldung zu ihrem Unterricht. Der neue Fragebogen für Seminare, welcher zusammen mit dem D-GESS erarbeitet wurde, ist erstmals departementsübergreifend eingesetzt worden. Zum Zwecke der Stabilisierung bzw. Erhöhung der Rücklaufquoten ist den Dozierenden die Durchführung der online Umfragen «in class» d.h. während der Veranstaltungszeit angeboten worden. Insgesamt 58 Lehrveranstaltungen sind in der Folge auf Wunsch der Dozierenden mit einem individuelle Startdatum versehen und in der Veranstaltungszeit durchgeführt worden. Um besser einschätzen zu können, wie stark die tatsächliche Anzahl von anwesenden Studierenden zum Semesterende von der Anzahl eingeschriebener Studierenden abweicht, haben wir die Dozierenden im Rahmen der Lehrevaluation gebeten, uns die Anzahl anwesender Studierenden mitzuteilen. Rund 370 Dozierende haben uns geantwortet. Es zeigt sich, dass im Mittel 25-30% der eingeschrieben Studierenden die Lehrveranstaltung zum Semesterende nicht mehr besuchen. Dies liefert uns Hinweise darauf, wie konservativ unsere Berechnung der Rücklaufquoten ist, die auf der Anzahl der eingeschriebenen Studierenden basiert.

Evaluation Aufteilung Basisprüfung

Im Auftrag der Rektorin haben wir im HS16 begonnen, den Pilot «Aufteilung der Basisprüfung» in den Departementen ITET, INFK, MATH und PHYS zu evaluieren. Aufgrund der grossen Überschneidung in den benötigten Daten und der studentischen Stichprobe zwischen der Evaluation der «Aufteilung Basisprüfung», welche die Gruppe P&E durchführt, und der Gruppe EQUATES um Frau Prof. Renate Schubert und Frau Prof. Elsbeth Stern, wurde ein gemeinsames Konzept zur Datenerhebung und -auswertung erarbeitet und im August 2016 umgesetzt. Zu diesem Zweck wurde in der ersten Semesterwoche eine Erhebung der Vorkenntnisse im Bereich Physik, Mathematik und Programmierung bei den neu eingetretenen Studierenden durchgeführt. Die Ergebnisse dienen dazu zu analysieren ob und wie etwaige Unterschiede beim Zeitpunkt des Ablegens und beim Erfolg der Basisprüfungen zusammenhängen mit Unterschieden im Vorwissen der Studierenden. Die Teilnahme der Studierenden war erfreulicherweise überwiegend hoch (ITET: ca. 90%, MATH & PHYS: ca. 65%, INFK: ca. 33%, MAVT wird nur für EQUATEs erhoben: ca. 50%). Zur Semestermitte fand eine weitere Befragung der Erstsemesterstudierenden in den genannten Studiengängen statt. Bei dieser zweiten Befragung ging es um das Wohlbefinden an der ETH, die Vernetzung der Studierenden sowie ihr zeitliches Investment ins Studium. Es nahmen im Mittel ca. 50% der Studierenden in allen betroffenen Studiengängen teil. Im Februar 2017 werden die Erhebung fortgesetzt mit einer Befragung zum Lernverhalten, zum empfundenen Stress und der Einschätzung der aufgeteilten Basisprüfung.

Weitere Evaluationen: Entwicklung von Fragebögen und Durchführung von online Umfragen

Im Rahmen der Evaluation der Pilotphase ohne Testat wurden Ende Frühjahrssemester 2016 die Dozierenden der ETH Zürich per E-Mail dazu eingeladen, mittels Fragebogen zur Aussetzung des Testats Stellung zu nehmen. Der Fragebogen dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Prorektor Curriculumsentwicklung, dem Stab Rektorin sowie dem Leiter der akademischen Dienste entwickelt.

Für das Projekt «ETH unterwegs» wurde in Zusammenarbeit mit den studentischen Diensten ein Fragebogen für Schüler/innen entwickelt, der nach der Rezeption und dem Impact des Veranstaltungsbesuchs fragt. Im HS16 wurden vier Umfragen für das Projekt durchgeführt, welche je nach Veranstaltungsort 80 bis 180 eingegangene online Fragebögen ergaben.

Für die interdisziplinäre Veranstaltung «ETH Week» wurde der letztjährige Fragebogen angepasst und eine Umfrage sowohl bei den studentischen Teilnehmer/innen als auch bei den TutorInnen durchgeführt.

ETH Mobilität wurde zwecks eines Fragebogens für Studierende, die an einem Auslandsbesuch teilnehmen wollen, von uns beraten.

Didaktische Ausbildung

https://www.ethz.ch/de/die-eth-zuerich/lehre/lehrentwicklung/didaktische-weiterbildung.html

Das breite Weiterbildungsangebot des LET im Rahmen der didaktischen Kursprogramme wurden auch im Jahr 2016 wieder von vielen in der Lehre tätigen Personen genutzt:

So haben an zwei «Teaching at ETH»-Kursen für Professor/innen und Assistenz-Professor/innen insgesamt 23 Personen teilgenommen. An den «Learning to Teach»-Kursen für Doktorierende mit Lehrtätigkeit haben insgesamt 133 Personen teilgenommen. Das thematisch breit aufgestellte Kursangebot im Rahmen des hochschuldidaktischen Weiterbildungsprogramms «didactica» (Kooperation mit UZH) wurden von insgesamt 264 ETH-Angehörigen genutzt.

Die Didaktik-Workshops (zwei ETH-weite Kurse pro Semester und spezifische Kurse für INFK, ITET, MATH, USYS inkl. TdLab) im Zusammenhang mit der «Ausbildung für Lehrassistierende» wurden insgesamt von 182 Studierenden besucht. Hinzu kommt noch die Ausbildung von 20 Tutor/innen für die ETH Woche. An den speziellen Kursen für einzelne Departemente sowie die Tutor/innen der ETH Woche wird deutlich, dass Lehrassistierende vermehrt die Rolle von «studentischen Coaches» einnehmen, um die Umsetzung und Begleitung von Gruppen- und Projektarbeiten in der Lehre zu unterstützen.

Zudem wurden 2016 vom Team «Faculty Development» zwei neue Kursformate entwickelt und durchgeführt: «Foundations of Teaching and Learning» ist ein spezielles Kursprogramm für Senior Scientists, Oberassistierende, Privatdozierende, Postdocs und Lehrbeauftragte. Das «Teaching Lab» zu Flipped Classroom richtet sich ebenfalls an erfahrene Lehrpersonen der ETH, die dieses didaktische Konzept unter Begleitung und mit Unterstützung des LET kennenlernen und ausprobieren möchten.

Curriculumsentwicklung

Konzept, Prozesse und Tools der Curriculumsentwicklung wurden im Berichtsjahr zusammen mit dem Prorektor Curriculumsentwicklung weiterentwickelt und an der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik in Bochum einem Fachpublikum vorgestellt.

Das LET unterstützte die Curriculumsentwicklung des Bachelor-Studiengangs Pharmazeutische Wissenschaften und der Master-Studiengänge Pharmaceutical Sciences und Pharmazie im D-CHAB. Im Fokus lagen die Umsetzung des Alignment-Ansatzes im Curriculum (Abstimmung von Learning Outcomes, Lehrangebot und Assessments), die Integration nicht-fachlicher Kompetenzen und die Entwicklung eines Tools für die Planung und Visualisierung von Curricula, des Curriculum Mapping. Für die Weiterentwicklung des Curriculum Mapping besteht eine enge Kooperation mit dem Planungsteam des Bachelor-Studiengangs Humanmedizin, das ein international erprobtes Tool einsetzt.

Im Berichtsjahr wurden in diversen Studiengänge Qualifikationsprofile nach LET-Standard aktualisiert. Qualifikationsprofile sind neu als Anhänge der Reglemente von Studiengängen in der Rechtssammlung der ETH einsehbar.

 
 
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Wed Jul 26 19:40:49 CEST 2017
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