Constructive Alignment

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Nachdem die Ziele der Lehrveranstaltung klar formuliert und den jeweiligen Taxonomiestufen zugeordnet sind, werden im nächsten Schritt der Unterrichtsvorbereitung die Lernerfolgskontrollen zur Überprüfung des Grads des Erreichens der Lernziele geplant. Dabei handelt es sich um Fragen- und Aufgabenstellungen, Arbeits- und Testsituationen sowie sämtliche Aktivitäten, in denen die Studierenden die Umsetzung der Lernziele zeigen und damit den Lernerfolg überprüfbar machen. Als Lehrperson können Sie durch eine faire Bewertung und Benotung sowie durch persönliche Rückmeldungen und Feedback, den Studierenden im Hinblick auf ihre persönlichen Lernprozesse eine kritisch-konstruktive Einschätzung geben.

Feedback durch die Lehrperson soll eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung garantieren und für nachhaltige Lernprozesse im Rahmen des Unterrichts sorgen. Aus zahlreichen Studien der Lehr-/Lernforschung weiss man heute, wie zentral das Feedback durch die Lehrperson aufgrund der Fachexpertise und der Erfahrung für die Lernprozesse von Studierenden ist. Diese Form der Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden durch eine  Begleitung und Bewertung von studentischen Leistungen gilt daher als zentraler Punkt eines kompetenzorientierten Hochschulunterrichts und wird an der ETH ausdrücklich befürwortet und gefördert.

Dabei ist darauf zu achten, dass die Lernziele, die Leistungskontrollen (Situationen zur Bewertung der Performanz von Studierenden) und das Feedback im Rahmen von Lernaktivitäten auf dem gleichen Komplexitätsniveau sind. Dies bedeutet, dass ein Lernziel, bei dem es um die Anwendung von erworbenem Wissen geht, auch nur in einer Situation richtig bewertet werden kann, in der die Studierenden den Transfer des Wissens umsetzen und zeigen können. Lernziele, Leistungskontrollen und Lernaktivitäten müssen daher angepasst und angeglichen («aligned») sein.

Alignment
LO: Learning Objectives / AT: Assessment Tasks / LA: Learning Activities

Lehre enspricht den Kriterien des Constructive Alignment (PDF, 194 KB) wenn:

  • Lernziele kompetenzorientiert formuliert und vorab kommuniziert werden
  • Leistungskontrollen dienen dazu bei Studierenden das Erreichen der Lernziele (Kompetenzen) zu messen
  • Lernaktivitäten sind im Voraus geplante Aufgabenstellungen, die den Studierenden dabei helfen, die Lernziele zu erreichen (Kompetenzerwerb)

Mit einer guten Unterrichtsvorbereitung schaffen Sie ein optimales Lernumfeld, indem jederzeit klar ist, welche Ziele Sie verfolgen und welche Lernmaterialien wo dafür auch ausserhalb der Veranstaltung bereitstehen. Sie sparen sich dadurch Arbeit während des Semesters. Schliesslich sind Sie in der Lage, Lernaktivitäten und Prüfungen konsequent auf ihre Ziele auszurichten (Alignment).

Den letzten Punkt finden wir besonders wichtig. Deshalb haben wir eine sehr pragmatische Vorgehensweise zur Verbesserung des Alignments entwickelt. In sechs Schritten führen wir von den Lernzielen bis zur Prüfung:

 
 
URL der Seite: https://www.ethz.ch/de/die-eth-zuerich/lehre/lehrentwicklung/designing-teaching/constructive-alignment.html
23.02.2017
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