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Im Rahmen der diesjährigen Fokusprojekte entstanden unter anderem ein Roboter, der eine Spinne imitiert, und ein solarbetriebener Sportwagen. Diese und weitere kreative Ideen der ETH-Studierenden werden am Freitag, 25. Mai, im Hauptgebäude der ETH Zürich präsentiert.
Das Fokusprojekt ermöglicht Maschinenbaustudierenden der ETH Zürich, ihr theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden. Während zweier Semester entwickeln sie, unterstützt durch Studierende verschiedener Fachhochschulen, selbstständig ein Produkt. Ausgehend von einer innovativen Produktidee durchschreiten die Teams dabei realitätsnah alle Prozesse der Produktentwicklung: Marketing, Konzeption, Design, Engineering, Simulation, Entwurf und Produktion.
Freitag, 25. Mai 2012
16:15–19:30 Uhr
ETH Zürich, Zentrum
Haupthalle
Rämistr. 101
8092 Zürich
Am diesjährigen Rollout präsentieren die Studierenden folgende Innovationen:
«Acabion» ist ein neuartiges Fahrzeug, das dank seinem niedrigen Gewicht, dem aerodynamischen Design und der minimierten Frontfläche eine sehr grosse Reichweite bei einem geringen Energieverbrauch erzielt. Das Fahrzeug wurde von Dr. Peter Maskus, ehemaliger Porsche- und Daimler-Benz Ingenieur, entwickelt. Ziel des Fokusprojekts der ETH Zürich ist es nun, für dieses nachhaltige und effiziente Fahrzeug eine Batteriebox zur Aufnahme von Lithium-Polymer Zellen zu konstruieren. Neben Aspekten wie der Sicherheit, mussten die Studierenden auf eine leichtbaugerechte Konstruktion achten. Sie konstruierten die Batteriebox deshalb aus faserverstärktem Kunststoff und integrierten sie direkt als tragendes Element in das Monocoque-Chassis.
Im Rahmen des Projektes «ARAC» entwickeln Studierende einen ferngesteuerten Laufroboter, der eine Spinne imitiert. Die Herausforderung dabei ist, flüssige Bewegungen und realistische Proportionen zu konstruieren. Sowohl bei der Reproduktion der natürlichen Schrittfolge einer Spinne und dem Entwerfen fragiler, langer Beine müssen die Studierenden hochpräzise arbeiten. Mit einem Durchmesser von etwa 80 cm soll der Spinnen-Roboter eine Geschwindigkeit von 25cm/s erreichen.
Im Projekt «Aerosol» entwickelten die Studierenden eine neue Synthesemethode, mit welcher biologische Moleküle aufgespürt werden können. Diese neue Methode basiert auf dem physikalischen Prinzip der lokalisierten Oberflächen-Plasmon-Resonanz und kann Moleküle diverser Krankheiten in kleinen Konzentrationen in Körperflüssigkeiten erkennen. Somit kann die Technologie helfen, Krankheiten oder deren Erreger frühzeitig zu diagnostizieren und damit die Heilungschancen zu erhöhen. Der Sensor besteht aus einem Silbernanopartikel, das durch sogenannte «flame-spray pyrolisis» hergestellt wird. Das Silbernanopartikel interagiert mit Licht, wobei die Umgebung des Nanopartikels diese Interaktion beeinflusst.
Die sogenannte Carbon Capture and Storage-Technologie (CCS) ist eine Methode, die CO2 in unterirdischen Gesteinsschichten speichert und somit die CO2-Emission in der Atmosphäre verringert. Im Projekte «Carbon Storage Showcase» versuchen die Studierenden, die Injektion und Ausbreitung von CO2 visuell darzustellen. Für das Beispiel eines salzwasserhaltigen Grundwasserträgers (saliner Aquifer) haben sie einen Glaskasten gebaut, in dem die Injektion und Ausbreitung des CO2 sichtbar gemacht und nachgestellt werden kann.
Das Flying Eye Dock (FED) ist eine Andockstation, die an einem Trägerfahrzeug - wie etwa dem Roboter Landshark - befestigt werden kann und so einen vollautomatischen Landevorgang eines Quadrokopters ermöglicht. Der Akku des Quadrokopters wird im angedockten Zustand wieder aufgeladen.
«Skye» ist ein neuartiges Luftschiff mit fix installierten Kameras, das in der Nähe von Menschen automatisch Bilder aufnimmt. Speziell an «Skye» ist einerseits seine sphärische Form und andererseits die pyramidenförmige Anordnung der vier rotierbaren Motoren. Die eigentliche Bewegung und die Orientierung des Luftschiffes können entkoppelt werden, so dass «Skye» wie ein Auge durch die Luft fliegt. Dank der Luftschiff-Technologie sind lange Einsatzzeiten möglich.
«Suncar» ist ein Strassenauto mit Elektroantrieb, das allein durch Solarenergie angetrieben wird. Das Projekt wurde bereits im vergangenen Jahr gestartet und nun mit leicht modifizierten Zielen wieder aufgelegt. Nachdem im Projektverlauf des vergangenen Jahres elementare Schritte zur Entwicklung der neuen Technologie erzielt wurden, liegt der Fokus des diesjährigen Projektes vor allem darauf, das Fahrzeug so zu konstruieren, dass es eine Zulassung für den Strassenverkehr bekommen kann. Das übergeordnete Ziel ist die Teilnahme an der WAVE 2012, einer Rallye für Elektrofahrzeuge, die von Italien nach Dänemark führt.
Das Konstruieren von Elektroboliden gehört mittlerweile zur Tradition der Fokusprojekte. Auch in diesem Jahr hat der Akademische Motorsportverein Zürich (AMZ) mit Fokusstudierenden des Instituts für Virtuelle Produktion der ETH Zürich einen Elektro-Rennwagen gebaut. Der Bolide «umbrail» verfügt über zwei selbst entwickelte Elektromotoren, die eine Spitzenleistung von je 40kW erreichen. Mit einem Gesamtgewicht von nur 180kg kann das Fahrzeug in 3,3 Sekunden von 0 auf 100km/h beschleunigen. Im Sommer treten die Studierenden mit ihrem Rennwagen bei Wettbewerben in ganz Europa gegen andere Universitäten an.
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