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Materialien
Auf Antrag von ETH-Präsident Ralph Eichler wählte der ETH-Rat Roland Siegwart zum neuen Vizepräsidenten für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen (VPFW) der ETH Zürich. Professor Siegwart (1959*) ist Schweizer Staatsbürger und ein weltweit anerkannter Pionier der Robotikforschung. Er tritt sein neues Amt per 1. Januar 2010 an und folgt in dieser Funktion auf Professor Peter Chen.
Roland Siegwart ist seit Juli 2006 ordentlicher Professor für autonome Systeme an der ETH Zürich, wo er Maschinenbau studierte und 1989 auch seine Doktorarbei schrieb. Nach einem Jahr als Postdoc an der Stanford Universität arbeitete er von 1991 bis 1996 je teilzeitlich als Entwicklungschef der Firma Mecos Traxler AG und als Senior Scientist des Instituts für Robotik der ETH Zürich. 1996 folgte er dem Ruf als Professor für autonome Mikrosysteme an die ETH Lausanne (EPFL), wo er Direktionsmitglied der Fakultät für Ingenieurwissenschaften (2002 bis 2006) und Gründungsvorsitzender des Space Centers der EPFL war.
2005 verbrachte er einen Forschungsaufenthalt am NASA Ames Research Center und an der Universität von Stanford. Roland Siegwart hat die Schweizer Ingenieurwissenschaften in zahlreichen, namhaften nationalen und internationalen Organisationen der Forschungsförderung vertreten. Derzeit ist er Mitglied des Forschungsrates des schweizerischen Nationalfonds SNF und Experte der Internationalen Stiftung für Robotik (International Foundation of Robotics Research, IFRR).
Mit seiner Forschung hat Roland Siegwart wichtige wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung von autonomen mobilen Robotern gelegt. Zahlreiche Innovationspreise und Patente sowie seine Beteiligung an der Gründung von fünf Spin-offs im Bereich autonomer Roboter und Navigationssysteme unterstreichen Siegwarts Engagement für Wissenschaft, Technologie und Wissenstransfer. Insbesondere pflegt Siegwart den intensiven Austausch mit innovativen KMUs in der Schweiz. «Wir sind sehr glücklich über die Wahl von Roland Siegwart, der sowohl als Forscher wie auch als Persönlichkeit mit besonderem Sensorium für die Innovationskraft kleiner und mittlerer Betriebe beindruckt», erklärt ETH-Präsident Ralph Eichler.
Als Studiendelegierter im Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik hat Siegwart neue Lehransätze für die Ingenieurausbildung entwickelt. Zusammen mit Professor Lino Guzzella führte Roland Siegwart die von Professor Markus Meier initiierten Fokusprojekte weiter, die bei den Studierenden schnell auf Interesse stiessen und in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, wieder vermehrt junge Menschen für ein Maschinenbaustudium an der ETH Zürich zu gewinnen. 2008 erhielt Roland Siegwart das "goldene Dreirad", eine jährlich verliehene Auszeichnung für familienfreundliche und vorbildliche Vorgesetzte an der ETH Zürich.
«Der Ingenieur wählt sein Studium, weil er Produkte und Systeme kreieren will», sagt der neu gewählte Forschungschef der ETH Zürich. So entstanden im Rahmen der ingenieurwissenschaftlichen Fokusprojekte zahlreiche visionäre und kreative Produkte, die Studierende in den Werkstätten und Montagehallen der ETH in den letzten Jahren entwarfen, entwickelten und dann der staunenden Öffentlichkeit vorstellten: darunter das Rennauto "Pegasus" mit Hybridmotor, die helikopter-artige fliegende Filmrolle "Reely", das autonome Segelboot "Avalon" oder der Roboterfisch "Naro".
Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen (VPFW)
Er führt den Schulleitungsbereich Forschung und Wirtschaftsbeziehungen. In dieser Funktion ist er für die Umsetzung der Forschungsergebnisse (Technologietransfer) und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zuständig. Er genehmigt Forschungsverträge, welche die Einheiten der ETH Zürich (z.B. Departemente, Institute, Laboratorien, Professuren) mit Dritten abschliessen und vertritt die Schulleitung in forschungspolitischen Gremien. Ihm unterstellt sind der Stab Wissenschaftskoordination, Euresearch Zurich, die Technologietransferstelle ETH transfer, das First Lab, das Functional Genomics Center sowie das Electron Microscopy ETH Zürich (EMEZ).
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