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Gesundheitsforschung vorantreiben

20. September 2012
Philips spendet der ETH Zürich 10 Mio. Franken zur Stärkung der Gesundheitsforschung. Von der Donation soll vor allem die Forschung im Bereich der Bildgebungsverfahren sowie bildbasierter Simulation profitieren.

Philips Healthcare, einer von insgesamt drei Geschäftsbereichen des niederländischen Konzerns, fördert den Bereich Medizintechnik der ETH Zürich via ETH Foundation mit einer Donation von 10 Mio. Schweizer Franken. Die Partner möchten damit ihre Zusammenarbeit in den Bereichen medizinische Bildgebungsverfahren und bildbasierte Modellierung und Simulation verstärken. Die Mittel von Philips werden für Forschungsprojekte, zur Talentförderung und für den Ausbau von neuen Forschungsgruppen oder zusätzlichen Professuren in der Gesundheitsforschung eingesetzt. Zudem können damit auch neue Forschungsgeräte, insbesondere am Institut für Biomedizinische Technik (IBT) der ETH und Universität Zürich, finanziert werden.

Das IBT als gemeinsames Forschungsinstitut der beiden Zürcher Hochschulen leistet mit seiner Forschung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Diagnostik von Krebs, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Bewegungsapparats sowie neurologischer und psychiatrischer Leiden wie Alzheimer, Depression und Schizophrenie.

Eine Partnerschaft mit Bestand

Zwischen dem IBT und Philips besteht eine Partnerschaft, die inzwischen ein Vierteljahrhundert alt ist. Als das IBT als erstes gemeinsames Institut der ETH und Universität Zürich 1971 gegründet wurde, steckte die Technologie der bildgebenden Verfahren noch in den Kinderschuhen. Das junge Institut wusste um die Wichtigkeit, einen passenden Industriepartner zu finden, um die damals emergente Technologie voranzutreiben. Die Wahl fiel auf Philips mit ihrer reichen und langjährigen Erfahrung in innovativen Technologien.

Seit ihren Anfängen hat sich die Technologie stark entwickelt, die bildliche Darstellung von Organen im menschlichen Körper verbesserte sich und machte die Diagnose bestimmter Krankheiten präziser. Manche Erfindung, die aus der Forschung am IBT hervorging, fand ihre industrielle Anwendung in Systemen von Philips. So führte zum Beispiel eine Doktorarbeit an der ETH Ende der 90er Jahre zur Entwicklung der sogenannten parallelen Bildgebung. Der Einsatz von mehreren Detektoren beschleunigt die Bildkodierung und setzte neue Massstäbe in der klinischen Magnetresonanzbildgebung (MRI). Heute ist das parallele Abbildungsverfahren für nicht-invasive Herz- und Gefässuntersuchungen aus der klinischen Routine nicht mehr wegzudenken.

Insgesamt wurden für MRI-Entwicklungen über all die Jahre rund 40 Patente angemeldet. Die Partnerschaft mit Philips geniesst in diesem Bereich für ihre innovativen Beiträge weltweites Ansehen. Gegen 100 Expertinnen und Experten, die bis heute am IBT ausgebildet wurden, haben dazu beigetragen, neue Ideen von den physikalisch-technischen Grundlagen zur medizinischen Anwendung zu führen.

«Die Donation von Philips an die ETH Zürich ist die Bestätigung für eine aussergewöhnliche und langjährige Partnerschaft zwischen Industrie und Universität. Sie soll gleichzeitig eine neue Phase des Austauschs zwischen den Partnern einläuten», sagt Peter Kamm, Verwaltungsratspräsident und CEO von Philips Schweiz.

Royal Philips Electronics, mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 122.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2011 einen Umsatz von 22,6 Mrd. Euro. Das Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen. Ausserdem ist Philips einer der führenden Anbieter von Rasierern für Männer, mobilen Entertainmentprodukten und für die Zahnpflege. www.philips.ch

ETH Zürich Foundation bezweckt als privatrechtliche gemeinnützige Stiftung , Lehre und Forschung an der ETH Zürich zu fördern. Mit Zuwendungen an die Stiftung bringen Unternehmen, Stiftungen, Organisationen und Privatpersonen strategische Schwerpunktthemen an der ETH Zürich wirksam voran. Dabei bildet die ETH Zürich Foundation die Schnittstelle zwischen Hochschule und Förderern. www.ethz-foundation.ch

 

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